Anna-Lena Huber
Die Künstlerin Anna-Lena Huber beschäftigt sich mit Abstraktionen von Landschaft und Architektur. Die Komposition von Raum und Perspektive, Fläche und Farbe steht im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Recherche. Versatzstücke aus konkreten Elementen werden mit Abstraktionen gemischt. So gelingt ihr eine poetische Gratwanderung zwischen dem Unerkennbaren und dem Neuen.
"Ich suche nach den Kippmomenten, in denen die Farbflächen vor dem Auge zu dreidimensionalen Körpern werden, etwas uns Vertrautes auftaucht, zu einer gegenständlich wahrnehmbaren Form wird - und sich wieder zurückzieht."
Die Bilder haben bewusst keine klare, "richtige" Perspektive. Die Flächen stehen vermeintlich in einem räumlichen Zusammenhang und sind es doch nicht. Sie fügen sich scheinbar nahtlos zu architektonischen Strukturen zusammen und klappen dann wieder auseinander. Was bleibt, sind Flächen, Winkel, Lücken, Überlagerungen.
Der Künstler lebt und arbeitet in Ravensburg und Rom.
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*1983 in Würzburg, lebt und arbeitet in Ravensburg
2004 - 2011 Studium der Bildenden Kunst, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
2007 - 2011 bei Prof. Reto Boller, Klasse für Malerei
2010 Erasmus-Stipendium HUFA Budapest bei Prof. Allan Siegel, Intermediales Gestalten
2005 - 2009 Studium der Geschichte, Universität Stuttgart
Auszeichnungen:
2021 Paul Heinrich Ebell - Förderpreis der Stadt Bad Waldsee
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2019 "spazio", showroom Uli Schuh, Ravensburg / Galerie 21.06
2017 "shadow as a root" , Burk und Columbus Holding, Ravensburg
2016 "ways of folding space", Galerie Kreissparkasse Ravensburg
2013 "Ding, Raum, Kontakt", Ravensburger Kunstnacht / manumed Ravensburg
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Auswahl
Selection2022
Sommersalon Galerie Kristine Hamann, Wismar
Summer Salon Gallery Kristine Hamann, Wismar"Preisträgerinnen des Ebell-Förderpreises
Laureates of the Ebell Sponsorship Award
2021
Nominiertenausstellung Paul Heinrich Ebell - Förderpreis, Museum im Kornhaus, Bad Waldsee,
Nominee exhibition Paul Heinrich Ebell - Promotion Award, Museum in the Kornhaus, Bad Waldsee„POP-UP / BIG PICTURE“
Kunst im Stadtraum Ravensburg
Art in the urban space Ravensburg2019
"formfaltfläche", Galerie 21.06, Ravensburg, mit Silvia Brosig und Andreas Berlin
"formfaltfläche", Gallery 21.06, Ravensburg, with Silvia Brosig and Andreas Berlin2011
"Fluten", Art Alarm, Galerie Mueller-Roth, Stuttgart
”Fluten” Art Alarm, Gallery Mueller-Roth, Stuttgart2010
"StudentInnen der Akademie Stuttgart", Stuttgarter Künstlerbund
Students of the Stuttgart Academy", Stuttgarter Künstlerbund2009
"Jugend forscht", Labor 1, Ludwigsburg
”Youth research”, Lab 1, Ludwigsburg"member's choice", Heidelberger Kunstverein, Heidelberg
"Members' Choice," Heidelberger Kunstverein, Heidelberg
The artist Anna-Lena Huber deals with abstractions of landscape and architecture. The composition of space and perspective, surface and colour is the focus of her artistic research. Set pieces from concrete elements are mixed with abstractions. In this way, she succeeds in a poetic tightrope walk between the unrecognisable and the new.
"I look for those tipping moments when the colour surfaces become three-dimensional bodies before the eye, something familiar to us emerges, becomes a representationally perceptible form - and withdraws again."
The paintings deliberately have no clear, "correct" perspective. The surfaces are supposedly in a spatial context and yet they are not. They seem to fit together seamlessly into architectural structures and then fold apart again. What remains are surfaces, angles, gaps, overlaps.
The artist lives and works in Ravensburg and Rome.
Verfügbare Werke
103 × 83 cm
Acryl auf Holz im Schattenfugenrahmen
von 2023
Unikat, signiert
Zum Werk
Anna-Lena Huber malt in diesem Werk keinen konkreten Ort, sondern ein Gefühl von Raum. Das intensive Blau öffnet eine fast grenzenlose Tiefe, während die architektonischen Körper darin wirken wie Fragmente einer Erinnerung: Stadt, Bühne, Landschaft und inneres Bild zugleich. Alles scheint klar gebaut – und bleibt doch rätselhaft. Man spürt Ordnung, aber keine Sicherheit; Licht, aber keine Wärme; Stille, aber keine Leere.
Gerade daraus entsteht die besondere Spannung der Arbeit. Die Formen wirken präzise, fast filmisch, als wäre ein Moment angehalten, kurz bevor etwas geschieht. Acryl auf Holz gibt dem Bild eine feste, glatte Präsenz; mit 103 × 83 cm besitzt es genug Größe, um einen Raum deutlich zu prägen, ohne laut zu werden. Ein Werk für Menschen, die Klarheit lieben – aber nicht das Offensichtliche. Eine moderne, stille Komposition über Architektur, Abstand und die Schönheit des Unbestimmten.
Zur Künstlerin
Anna-Lena Huber, 1983 in Würzburg geboren, lebt und arbeitet in Ravensburg. Sie studierte Bildende Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Prof. Reto Boller sowie Intermediales Gestalten an der HUFA Budapest.
Ihre Malerei bewegt sich zwischen Abstraktion, Landschaft und Architektur. Farbflächen, Perspektiven und räumliche Fragmente fügen sich scheinbar zu klaren Strukturen zusammen, kippen jedoch immer wieder ins Offene. So entstehen Bilder, in denen Vertrautes kurz sichtbar wird und sich zugleich wieder entzieht. Hubers Arbeiten wirken präzise und poetisch zugleich – als innere Räume zwischen Konstruktion, Erinnerung und Möglichkeit.